Zwischen Vision und Wirklichkeit — Warum es für das Paramour Collective gerade ums Überleben geht

Support für solidarische, kollektive Strukturen und sicherere Orte für marginalisierte Menschen sind - in einer Gesellschaft, die sich immer mehr in Richtung Faschismus bewegt - akut gefährdet und müssen erhalten bleiben. Und so kämpfen wir als Paramour Collective - einem genossenschaftlich organisierten Kollektiv aus sexarbeitenden Menschen - jeden Monat mit politischer Vision ums nackte finanzielle Überleben.


Wer wir sind

Das Paramour Collective ist mehr als nur eine Escort Agentur. Es ist ein selbstverwaltetes, unabhängiges Projekt, das auf genossenschaftlichen Prinzipien basiert: kollektive Entscheidungen, transparente Strukturen, geteilte Verantwortung. Keine Hierarchien von oben herab. Keine profitorientierte Ausrichtung. Keine Reproduktion von Binarität.

Die Menschen, die das Paramour Collective tragen, gehören selbst marginalisierten Gruppen an. Sie sind SWer, trans Menschen, Enbies und häufig prekär lebend. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie dringend es Räume braucht, in denen Schutz, Selbstbestimmung und kreative Freiheit möglich sind. Genau deshalb existiert dieses Projekt.


Unsere Arbeit

Was oft nicht gesehen wird: Der größte Teil der Arbeit im Paramour Collective ist unbezahlt. Stundenlange Plena, Förderanträge schreiben, Buchhaltung, Programmplanung, Awareness-Arbeit, Instandhaltung, Community-Kommunikation… All das geschieht neben Lohnarbeit, Care-Arbeit, Job Dates – meist ehrenamtlich. Diejenigen, die hier Verantwortung übernehmen, stemmen das Projekt aus Überzeugung. Aber Überzeugung zahlt keine Mieten.

Gerade als genossenschaftliches, unabhängiges Kollektiv haben wir keinen finanziellen Puffer. Förderstrukturen sind kompliziert, langwierig und oft nicht auf selbstorganisierte Initiativen zugeschnitten. Viele Programme verlangen Eigenmittel, bürokratische Kapazitäten oder institutionelle Sicherheiten, die wir schlicht nicht haben. Die bestehenden Strukturen begünstigen große Träger, etablierte Institutionen und Projekte mit Zugang zu Ressourcen. Kleine, basis organisierte Kollektive fallen durchs Raster. Nicht zu reden von der Sexarbeitsfeindlichkeit, die uns auf unserem Weg immer wieder begegnet. Wir arbeiten gegen ein System, das uns nicht mitdenkt. Und trotzdem halten wir durch. Weil wir wissen, dass dieser Raum gebraucht wird.

Realtalk

Die Realität ist: Wenn sich unsere finanzielle Situation nicht stabilisiert, wird das Paramour Collective dieses Jahr nicht überleben. Wir können keine weiteren Monate ausschließlich auf unbezahlter Arbeit aufbauen. Wir können keine strukturellen Defizite mehr mit persönlicher Selbstausbeutung kompensieren. Und wir wollen das auch nicht – denn nachhaltige solidarische Arbeit darf nicht auf chronischer Überlastung basieren.


Aufruf an unsere Community

Wenn du schon einmal auf unserer Seite warst, an einer Veranstaltung teilgenommen hast, einen unserer Paramours bei einem Date getroffen hast, dich hier gesehen, geschützt und/oder inspiriert gefühlt hast – dann bist du Teil dieser Geschichte.

Und jetzt brauchen wir dich. Wir rufen unsere Community und alle Unterstützer*innen auf:

  • Spendet einmalig oder regelmäßig
  • Teilt unsere Arbeit
  • Sprecht über uns
  • Leitet weiter

Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft, das Paramour Collective am Leben zu halten. Solidarische Räume entstehen nicht von selbst. Sie werden aufgebaut, gepflegt und verteidigt. Von Menschen. Mit Zeit. Mit Kraft. Mit Herz. Damit es das Paramour Collective auch morgen noch gibt, brauchen wir heute eure Unterstützung. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unabhängige, marginalisierte, genossenschaftlich organisierte Initiativen nicht verschwinden – sondern wachsen können.

 

Wenn ihr uns finanziell supporten könnt…

Spendet gerne über unser Throne  und folgenden Link:
https://throne.com/paramourcollective

Oder ganz klassisch über unsere Bankverbindung:
GENODEM1GLS
Paramour Collective
IBAN: DE 0743 0609 6713 3234 0700
BIC: GENODEM1GLS


Hier außerdem eine kleine Übersicht, was unsere laufenden Ausgaben für das kommende Jahr sein werden, um transparent mit euch zu sein…
 

Monthly Expenditures 

Pro Jahr

Annual Payments 

Pro Jahr

Miete für unser Büro 

160,00

Beitrag Genoss*innenschaft

100,00

Buchhaltungssoftware

260,00

Beitrag IHK

65,00

Bankgebühren

170,00

Genoss*innenschafts-
prüfung 2025

1.850,00
2.600,00

  

Gewerbeummeldung 

30,00

  

Steuern 

?

  

Canva Abonnement 

100,00

BENÖTIGTE SUMME

  

Ca. 3.490,00

Wie ihr seht, lebt das Projekt nicht gerade in Saus und Braus. Es sind basic Kosten, die auf uns zukommen und es wäre allein schon super erleichternd für uns, diese decken zu können. 
 

Von , 26. Feb 2026 - 17:37